Ein Ausflug zum Boesdal-Kalksteinbruch ist ein besonderes Erlebnis, bei dem man sich inmitten einer Mischung aus Industriegeschichte, Kultur und Natur befindet. Boesdal ist einer der wenigen Orte, an denen man „durch“ die Klippe hindurch bis zum Meer gelangen kann – und zwar durch jene Öffnung, durch die früher Feuerstein auf den Strand gekippt wurde.
Die berühmte Fiskeler-Schicht verläuft in Wellenformationen entlang der gesamten Stevns-Klippe. In Boesdal liegt sie etwa 4½ Meter unter dem Boden des Kalksteinbruchs und ist daher unsichtbar. Man kann jedoch deutlich die schönen Feuersteinstreifen erkennen, die sich durch die Kalkschicht schlängeln, insbesondere an der grasbewachsenen Amphitheater-Form.
Die spektakuläre Pyramide am Grund des Steinbruchs war ursprünglich eine Kalkschicht. Auch wenn die Pyramide in der weiten Landschaft klein erscheint, misst sie von der Spitze bis zum Fuß 20 Meter. In den kommenden Jahren werden 50 Millionen Kronen in die Entwicklung der Pyramide und der Stahlhalle investiert – die Fertigstellung der Gebäude ist für 2025 vorgesehen. 1978 wurde in Boesdal zum letzten Mal Kalk abgebaut. Die Schornsteine der Öfen, die große Pyramide im Steinbruch und andere kleinere Gebäude zeugen jedoch noch immer von der Geschichte des Gebiets.








